Liebe Mikki,
natürlich können wir unseren Kindern nicht die Erfahrungen abnehmen, die sie für ihre Entwicklung brauchen – auch wenn wir es gerne tun würden.
Aber wenn wir sie besser verstehen, können wir sie eher konstruktiv unterstützen.
Tim ist, wie es aussieht, recht aufgeweckt und quirlig in seinem Selbstausdruck ([i:2v9xd38l]Sonne Konj. Uranus, Merkur in 1 in Wassermann[/i:2v9xd38l]), möchte aber besonders dort, wo er sich zuhause fühlt, vermutlich unbedingt ernst genommen werden ([i:2v9xd38l]AC Steinbock, Hv1 in 4[/i:2v9xd38l]). Sein Ziel ist es sicher, stets aufs Ganze zu gehen ([i:2v9xd38l]Mars in 10 in Skorpion[/i:2v9xd38l]), wobei er in der Folge wohl häufig mit Reglementierungen Bekanntschaft machen ([i:2v9xd38l]Mars Opp. Saturn in 4 in Stier[/i:2v9xd38l]) wird. Das fordert ganz sicher seine totale Rebellion heraus ([i:2v9xd38l]Sonne Konj. Uranus[/i:2v9xd38l]) und stürzt ihn in einen Zwiespalt. Einerseits – bloß nicht klein bei geben, andererseits – steht die gefühlsmäßige Beachtung auf dem Spiel...([i:2v9xd38l]Sonne/Uranus Opp. Mond in 7 in Löwe[/i:2v9xd38l])!
Dennoch! Grenzen überschreiten – besonders die eigenen – muss sein ([i:2v9xd38l]Mars in Skorpion[/i:2v9xd38l])! „Bis wohin kann ich gehen? Wann kommt der ‚Zaun’ und: Hast du mich noch lieb, auch wenn ich mal wieder so richtig das Schwein (sorry.. ..) gegeben habe ... ?!“ ([i:2v9xd38l]T-Quadrate mit Sonne/Uranus, Merkur und MC an den Spitzen, sowie Mond, Mars und Saturn beteiligt[/i:2v9xd38l]).
Während also dieser kleine Rebell ganz auf Macho macht, ist er eben auch totaler Individualist ([i:2v9xd38l]Sonne/Uranus in 1 in Wassermann[/i:2v9xd38l]) und wünscht und braucht die Beachtung, um sich sicher und geborgen zu fühlen ([i:2v9xd38l]Mond in 7 in Löwe[/i:2v9xd38l]). Gleichzeitig hin- und hergerissen zwischen Geist und Gefühl, Sicherheit und Grenzüberschreitung.
Das ist kein einfaches Innenleben und das Verständnis, das Tim für sich braucht, ist natürlich in einer Schulgemeinschaft – wo alle zum Zuge kommen sollen – nicht immer so leicht machbar.
Was ihm vermutlich hilft ist, seine ausgefallenen Ideen in die Tat umsetzen und damit seinen eigenen Eingebungen folgen zu dürfen wann immer das möglich ist, sowie einen sicheren Rahmen zu erhalten wenn er Grenzen erforschen und überschreiten will.
Herausfordernde Sportarten wie Klettern, die mit Selbstüberwindung und Disziplin zugleich zu tun haben. Aber auch aus der Norm fallender Individualismus, der mit liebevoller Großzügigkeit Entfaltungsmöglichkeiten erfährt.
Was ihm auch gut tun könnte ist, so oft es geht, auf konstruktive Weise in einer Gruppe „Boss“ sein zu dürfen ([i:2v9xd38l]Mond in Löwe Trigon Pluto in 11[/i:2v9xd38l]).
[b:2v9xd38l]Es ist wichtig für ihn, positive Beachtung und Anerkennung zu erfahren und nicht nur dann gesehen zu werden, wenn er mal wieder „etwas angestellt“ hat.[/b:2v9xd38l]
Als wichtige Entspannungskomponente gilt vielleicht auch die Unterstützung seiner musischen Seite ([i:2v9xd38l]Venus in 2 in Widder Sext. Neptun in 1, Sext. Jupiter in 4[/i:2v9xd38l]). Sie kann ihm zu einer neuen Wertschätzung verhelfen, so dass er sieht: "Es muss möglicherweise doch nicht immer auf die „harte Tour“ gehen... ich kann auch anders ...!"
Es ist wichtig für ihn, in seinem Sein angenommen zu werden und in diesem Zusammenhang auch ein Ventil zu erhalten, was ihn einerseits entlastet und ihm andererseits neue Möglichkeiten der Verhaltensweisen eröffnet – insbesondere im Hinblick auf die später doch sehr spannungsgeladene Phase der Pubertät.
Mikki,
du hast mir auch deine Daten mitgeschickt. Dir als „Löwenmutter“ sei lediglich gesagt: Dass du ihn gefühlsmäßig in seinem Kern so gut verstehen kannst, ist für Tim ganz sicher sehr hilfreich. Achte aber darauf, dass du euch beide vom Anspruch her nicht überforderst und genügend „Luft“ lässt.
[b:2v9xd38l]Auch du bist nicht für alle Verhaltensweisen deines Sohnes verantwortlich![/b:2v9xd38l]
Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie leicht man sich Schuldgefühle machen lässt, wenn die eigenen Kinder sich im Schulalltag oder im öffentlichen Rahmen nicht so einfügen, wie es als schicklich angesehen wird. Dadurch entsteht viel Druck, der offen oder auch unbewusst an das Kind weitergereicht wird. Das Ergebnis ist erneute Rebellion, Aggression, oder auch Gehemmtheit – sich nicht mehr trauen von Seiten des Kindes.
Vielleicht hilft dir das etwas weiter. Wenn du mehr Bedarf an Gespräch und Beratung hast, so ist möglicherweise auch unsere Gratisberatung eine gute Chance, das Thema vertieft zu betrachten.
Liebe Grüße
bluemoon