Liebe move,
zunächst einmal ist der Mond im Horoskop „zuständig“ für unsere Gefühlswelt und das, was wir brauchen, um uns wohl und sozusagen genährt zu fühlen. Er ist – neben dem Aszendent – für ein Kind der erste wichtige Faktor im Horoskop. Es lebt ja zunächst vollständig in seiner Bedürfniswelt und öffnet sich erst nach und nach seiner Umgebung. Im gleichen Maße beginnt es auch die weiteren Faktoren seines Horoskopes zu entfalten. Am Anfang jedoch empfindet es sich noch in völliger Einheit mit der Mutter, weshalb der Mond auch für beides steht – das innere Kind und die (innere) Mutter.
Das heißt konkret, dass ein Kind seine Mutter, oder Personen die ihm gegenüber eine vergleichbare Position einnehmen, vor allem so wahr nimmt, wie es seinem Mond entspricht. Das heißt auch, dass es seine Mutter durchaus zunächst selektiv wahr nimmt. Alle Eigenschaften und Handlungen von ihr, die seinem Mond entsprechen, werden ihm besonders in Erinnerung bleiben.
Was die innere Mutter anbelangt, so zeigt der Mond auch, auf welche Weise wir selbst unsere Bedürfnisse erfüllen können (also uns selbst „Mutter“ sind) und wie wir auf die Bedürfnisse anderer Menschen eingehen.
Für dich heißt das, dass du als Mutter deinem Sohn mit den Eigenschaften DEINES Mondes begegnest. Dein Sohn wiederum wird das „herausfiltern“, was SEINEM Mond entspricht.
Du änderst seine Mond-Resonanzen nicht und auch nicht deine Mond-Eigenschaften, mit denen du auf seine Bedürfnisse eingehst.
Deine Karma-Frage.
Dass der Tod deiner Mutter auf dein Leben einen Schatten gelegt hat, wie du schreibst, kann ich gut nachvollziehen. Wie sich das auf die Beziehung zu deinem Kind auswirkt, kommt darauf an, wie du selbst für dich mit diesem Ereignis umgehst.
Dabei stellt sich die Frage, was du in Bezug auf diesen, von dir früh erlebten, Tod deiner Mutter vielleicht noch aufzuarbeiten hast.
Es kann sein, dass du dich noch sehr eng mit ihr verbunden fühlst, dass du sie in deinem Herzen noch nicht hast gehen lassen. Möglicherweise kann es dadurch so sein, dass du selbst als Mutter noch nicht richtig frei bist, deine eigene Mütterlichkeit noch nicht richtig frei entfalten kannst? Vielleicht spürst du in deinem Inneren Schuldgefühle deinem Sohn gegenüber, weil du eigentlich selbst noch an der Mutter hängst und dich somit aus deiner Kindrolle noch nicht vollständig gelöst hast? Könnte es sein, dass du deshalb noch an deinen Fähigkeiten als Mutter zweifelst, weil du dich selbst noch bedürftig siehst?
Das ist jetzt Spekulation von mir, es sind Ideen, die mir kommen – es muss nicht so sein. Dennoch kann es vielleicht hilfreich für dich sein, in dieser Richtung einmal in dich hinein zu spüren. Eventuell ist da für dich noch etwas zu tun ...?
"move":j610e8zv schrieb:
es scheint schon soviel in seinem horoskop zu stehen, und ich weiss nicht wieviel handlungsraum ich darin noch habe.
Unsere Kinder tragen natürlich das Sippensystem in sich. Du kannst ihm vor allem dadurch helfen, dass du deinen Teil – der dich betrifft – „in Ordnung“ bringst, dich also mit dem was dich belastet in Bezug auf Familie und Sippe auseinander setzt. Dadurch ändert sich auch die Gesamtenergie ... und das wird sich auch auf genau dieser Ebene deinem Sohn mitteilen.
Du wirst ihm sehr viel präsenter begegnen können, wenn du das was dich in deinem Inneren bindet, gelöst hast.
Was den Handlungsraum von dir in seinem Horoskop anbelangt, so beschränkt er sich darauf, ihn als Individuum, mit allem was ihm mitgegeben wurde, anzunehmen und so willkommen zu heißen.
Noch einmal: Er wird sich umso freier – gemäß seinen Anlagen - entfalten können, wenn du den Schatten, den du bei dir selbst spürst, nun nicht auf ihn legst.
"move":j610e8zv schrieb:
mein kind ist am selben tag geboren, wie meine mutter, die gestorben ist als ich 18 war.
Wir erleben manchmal Dinge, die uns seltsam und bedeutsam erscheinen. Vielleicht liegt die Bedeutung dessen ja darin, dass dies ein guter „Aufhänger“ für dich ist, um deinem Sohn von seiner Oma zu erzählen und sie somit für ihn lebendig werden und in ihm weiterleben zu lassen. Es kann doch toll sein, am gleichen Tag wie seine Oma Geburtstag zu haben. Das kann in ihm ein großes Verbundenheitsgefühl mit dieser nahen Ahnin bringen, was ihn stärkt.
Ich habe von meinen beiden Opas – wovon einer vor meiner Geburt, der andere kurz danach gestorben ist – erzählt bekommen. So weiß ich etwas von ihnen und sie haben in meinem Inneren einen guten Platz. Dafür bin ich dankbar, weil sie meine Familienwurzeln stärken.
Das ist es auch, was du für deinen Sohn tun kannst!
Hilft dir das?
Liebe Grüße
bluemoon